... bis zur Saisoneröffnung Weilburger Schlosskonzerte 2022. Wir sind schon ganz aufgeregt und können es kaum abwarten, denn 50 Jahre alt wird man schließlich nicht jedes Jahr!

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, in diesem Jahr können alle Stühle aus ihren Winterquartieren wieder ans Licht geholt werden und in allen Spielstätten wieder zum Einsatz kommen. Sie dürfen wieder wie gewohnt aufgestellt werden, es gibt keine Abstandsregeln mehr. Auch das ist ein Grund zum Feiern!

Dabei treffen ersten Glückwünsche zum großen Jubiläum jetzt schon ein. Sie gelten auch Ihnen, denn wir feiern zusammen: Aus dem großen Kreis unserer Besucher sind viele tatsächlich von Anfang an dabei. Ohne Sie würden wir nicht 50!

Mit einem wunderschönen und sehr liebevoll gestalteten Glückwunsch gratuliert uns das „Queens Duo“ mit Hanna Rabe, Flöte, und Verena Beatrix Schulte, Harfe, in Form einer Videobotschaft.
Es ist unglaublich, wie hautnah uns die beiden an ihrem Spiel teilhaben lasse: Nur die pure Hingabe an die Musik mit Mimik, Gestik und Fingerspiel kann eine solche Intensität auslösen.
Schauen Sie mal rein 

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Hier kommt man Flöte und Harfe so nah wie noch nicht einmal im Konzertsaal.
Die Emotionalität des Duos erleben Sie genauso auf der großen Bühne. Die beiden sind zusammen mit den Salzburg Chamber Soloists am Freitag, 29. Juli um 20 Uhr live bei uns im Renaissancehof zu treffen. Kommen Sie auch?

Bis es am 29. Juli so weit ist, finden noch 38 weitere Weilburger Schlosskonzerte vorher statt. Haben Sie Ihre Favoriten schon gefunden? 

Bleiben Sie am Ball, wir versorgen Sie weiterhin mit Infos und halten Sie auf dem Laufenden.

Weilburg, 17.05.2022

Weilburg, 14.04.2022

Sehnen Sie sich auch nach Sonne und Wärme? Mit den Blümchen vor dem Renaissancehof auf unserem Foto schicken wir Ihnen das Frühjahr ins Haus und ins Herz und wünschen das Beste für geruhsame und entspannte Ostertage.

Noch acht Wochen sind bis zum Saisonstart am 4. Juni, deshalb sollen Sie natürlich auch mit Aktuellem aus dem Schlosskonzerte-Büro auf dem Laufenden gehalten werden:

Die Phase, in der ausschließlich schriftlich Konzertkarten geordert werden konnten, um den Ansturm zu bewältigen, ist vorbei. Seit Montag, 4. April, hat der Telefonverkauf begonnen. Nutzen Sie die telefonische Beratung durch unser Kartenbüro, auch um alternative Möglichkeiten auszuloten, wenn Ihre Wunschplätze im umfangreichen Jubiläumsprogramm der fast 50 einzelnen Konzerte schon vergriffen sein sollten. Es gibt tatsächlich für viele Konzerte noch sehr schöne Angebote, so dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, an jedem der zehn Konzertwochenenden zwischen dem 4. Juni und 6. August seinen Musikgelüsten nachzugehen.
Unsere kleine persönliche Auswahl aus dem kompletten Programm macht vielleicht Appetit auf mehr:

Am zweiten Konzertwochenende, am Sonntag, 12. Juni, um 11 Uhr kommt das hochkarätige Mariani Klavierquartett mit einem Programm der Romantiker Johannes Brahms und seinem Freund Friedrich Gernsheim zu uns in die Untere Orangerie, ein must-have für alle Fans der Kammermusik. Das Ensemble war bereits im vergangenen Sommer bei uns zu Gast und sein Konzert wurde vom Hessischen Rundfunk aufgezeichnet. Dabei hat das Ensemble mit Violine, Viola, Violoncello und Klavier beim hr einen solch bleibenden Eindruck hinterlassen, dass sich der Sender auch diesmal wieder für eine Aufzeichnung entschieden hat.

„Darf ich Ihnen eine Geschichte erzählen?“ fragt Konstantin Krimmel am Sonntag, 3. Juli um 11 Uhr in der Oberen Orangerie. Begleitet von Marcelo Amaral am Flügel erzählt der gerade einmal 28jährige Bariton mit Liedern und Balladen von Schubert, Löwe und Wolf aus dem Leben früherer Zeiten. Wir haben das Glück, Konstantin Krimmel, mittlerweile schon vielfach ausgezeichnet, auf seinem steilen Weg nach ganz oben noch hier zu erwischen.

„Drei auf einmal“ … ist das unverschämt, einfach nachhaltig, oder vielleicht rationell?
Auf jeden Fall ist es schön, dass sich das Trio E.T.A. mit Elene Meipariani, Violine, Till Schuler, Violoncello und Till Hoffmann am Flügel zusammen mit der Philharmonie Baden-Baden am Samstag, 23. Juli um 20 Uhr im Renaissancehof einem reinen Beethoven-Programm widmen, dessen Höhepunkt sein selten zu hörendes Tripelkonzert für Klavier, Violine, Violoncello und großes Orchester in C-Dur op. 56 ist.
Auch „Die Kunst des Küssens“ fasziniert, wenn Ina Siedlaczek, Sopran und Axel Wolf, Laute am Sonntag um 11 Uhr in der Alten Hofstube mal galant, mal derb oder empfindsam melancholisch mit Liedern von Dowland, Purcell und Hammerschmidt Bilder der prachtvollen Epoche des Barock in Ihren Köpfen aufleben lassen.

Wer liebt sie nicht, die „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi, gespielt von den Salzburg Chamber Solists und Rebecca Hartmann, Violine. Sie gehören einfach zur Konzertsaison dazu, versprechen Atmosphäre, pure Sommerlaune, vertraute Klänge mit großartigen Interpreten und sind ein echtes Highlight am 30. Juli um 20 Uhr im Renaissancehof bevor die Jubiläumssaison eine Woche später - am 6. August - mit dem Festkonzert „Die Letzte Nacht“ zu Ende geht.

Bis dahin haben wir noch viel vor und freuen uns auf Sie - und Sie sich hoffentlich auch auf uns!

Wir stecken voller Vorfreude, planen kleine und große Überraschungen rund um die Konzerte mit ganz viel Sommerlaune in unserer Festival-Residenz hoch über der Lahn.

Die Zeit fliegt, so schnell sind die ersten zwei Wochen des Neuen Jahres 2022 schon vergangen, für die folgenden 50 Wochen wünschen wir Ihnen von Herzen alles Gute!

Es gab fast keine Verschnaufpause im Büro der Weilburger Schlosskonzerte. Die Mitglieder erhielten ihr Programmbuch zur Jubiläumssaison kurz vor Weihnachten.
Am ersten Arbeitstag des neuen Jahres kam die große Menge der Programmbücher für alle -frisch gedruckt- aus der Druckerei zu uns ins Büro. Jetzt hieß es für unsere Helfer, ganz corona-konform, also mit großem räumlichen Abstand zueinander, tausende Briefumschläge mit Programmbüchern zu füllen und versandfertig zu machen.

Es ist geschafft: 208 große, gelbe Postkisten stehen auf 16 riesigen Postwagen und werden heute von einer Spedition über eine provisorische Rampe aus unseren Büroräumen abgeholt und zu Post gebracht.

Wie schnell wird es die Post wohl dieses Mal schaffen, Ihnen unsere Programmbücher zuzuschicken? Gehören Sie zu den Ersten, die ihre Konzertkarten für den Jubiläumssommer bestellen? Es könnte sich lohnen, denn wir planen Überraschungen für die ersten Besteller.
Welche Konzerte werden Sie sich wohl aussuchen?

Jeder von uns hat schon längst sein Lieblingskonzert ausgesucht, aber welche Konzerte sind die absoluten Publikumsfavoriten? Wir sind jedes Mal wieder von Neuem megagespannt!

Wird es die „Carmina Burana“ von Carl Orff, Tschaikowskys „Schwanensee“ in konzertanter Form, die „Westside-Story“ oder Dvořáks „Aus der neuen Welt“? Zwischen den großen Schätzen finden sich kleine, leuchtende Perlen wie “Our Favorite Things“ des Frankfurt Jazz Trio oder „Die Kunst des Küssens“ mit Gesang und Laute in der Unteren Orangerie.

Dank der Überdachung der Bühne im Renaissancehof sind 22 Konzerte im üppigen Jubiläumssommer zur Aufführung im Freien geplant. Wenn es Petrus mit stabilem Sommerwetter gut mit uns meint, wird es nur ein Konzert in der Schlosskirche geben: Die King’s Singers singen sich dann dort für uns durch 500 Jahre Musikgeschichte. Und wer sie schon einmal gehört hat weiß, die sechs Herren aus „merry old kingdom“ geizen nicht mit Anekdoten aus ihrer über 50jährigen Geschichte.

Einer der top-acts 2022 wird mit Sicherheit das Konzert der Big Band der Bundeswehr mit keinem Geringerem als Laith Al-Deen, Singer-Songwriter und für viele Menschen DIE deutsche Soul-Stimme schlechthin.

Wir haben es getan! Wir sind neue Wege gegangen, dabei 50 Jahre alt geworden, unsere Jugendsünden liegen hinter uns; Sie wissen, was wir können.
Neben neuen Wegen galt es für uns aber auch immer, Bewährtes zu bewahren, auch, wenn es nicht gerade der „letzte Schrei“ ist und in dieser Konzeption möchten wir zusammen mit Ihnen weitermachen.

Schauen Sie mal rein! Erst ins Programmbuch und später auch bei unseren Konzerten nach großen und kleinen Überraschungen – mal vor, während oder auch nach einem Konzert!

Wir hoffen, dass Corona uns bis zum Sommer ohne viele Beeinträchtigungen spielen lässt!

Irgendwo zwischen jung und etabliert:

Die Weilburger Schlosskonzerte feiern ihren 50. Geburtstag!

Unsere Jubiläumssaison liegt vom 4. Juni bis 6. August 2022 vor uns und wir freuen uns riesig darauf und möchten sie kräftig mit Ihnen feiern.

50 Jahre – eine stolze Zahl! Sie steht für Höhen und Tiefen, für Reife aber auch für nie endenden Aufbruch. Wir sind erwachsen geworden, haben unseren Stil gefunden. Wer 50 wird, weiß, was er kann: Wir haben den Mut, ausgetretene Pfade zu verlassen, wir wissen aber auch, dass man nicht jeden „Letzten Schrei“ mitmachen muss, um topaktuell zu sein und dieser Maxime möchten wir treu bleiben.

Fast 50 wunderbare Konzerte warten im nächsten Sommer auf Sie. Hochkarätiges steht auf dem Spielplan, bekannte und liebgewonnene Orchester stehen neben Neuentdeckungen. Ein Topact ist mit Sicherheit das Konzert des Superstars Laith Al-Deen, mit der schönsten deutschen Soul-Stimme schlechthin, live on stage, begleitet von der Bigband der Bundeswehr. Mit Witz, Charme und Frack erobert die Brass Band Berlin den Renaissancehof, wo die neue Überdachung der Bühne nicht nur Regentröpfchen standhält, sondern auch akustisch noch einmal neue Maßstäbe setzt. Beethovens 250. Geburtstag wird nun ausgiebig nachgefeiert. Sie würden Carl Orffs Carmina Burana gerne wieder einmal hören? Dann …, sehr gerne, am 9. Juli ist es soweit. Oder steht Ihnen mehr der Sinn nach der West Side Story? Oder nach Tschaikowskis „Schwanensee“ oder Dvořáks „Aus der Neuen Welt“? „Die Kunst des Küssens“ erleben Sie, wenn Sie möchten, bei uns in der Alten Hofstube. Bienventui Liguriani! Das italienische Folkensemble kommt wieder zu uns und mit dem Titel des Konzerts „La bella noeva – die schöne Nachricht“, schließt sich ein Kreis thematisch, auch wenn wir das Aufzählen der Konzerte gerne noch fortsetzen würden. Aber Sie möchten ja bestimmt demnächst im Programmbuch stöbern und Neues entdecken.

Unsere Programmbücher befinden sich aktuell im Druck. Geplant ist, dass sie noch vor Weihnachten druckfrisch aus unserem Büro in Weilburg an alle Mitglieder und Fördermitglieder des Vereins Weilburger Schlosskonzerte verschickt werden, die dann ihr Vorkaufsrecht genießen. Alle weiteren Kunden erhalten ihr Programm im Januar. Es ist jederzeit möglich, Mitglied zu werden, oder auch eine zeitlich befristete Mitgliedschaft zu verschenken.

Wer noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken ist, wird bei uns mit einem persönlich zusammengestellten Weihnachtsgeschenk-Paket fündig. Es kann einen Gutschein mit Programm der Saison 2022, eine Tasche der Weilburger Schlosskonzerte, ein Mousepad mit Motiven der Schlosskonzerte oder eine CD enthalten.  Auch eine Mitgliedschaft im Verein mit allen Vorteilen ist immer wieder heiß begehrt und passt mit ins Paket.

Waren Sie jemals an einem 17. November in der Weilburger Schlosskirche? Wir sind sicher, dass Sie es wüssten, wenn es so gewesen wäre.

Als Mitarbeiterinnen der Weilburger Schlosskonzerte haben wir (Theresa Jung, Astrid Fried und Barbara Kemperdiek) heute unsere Spielstätte „Schlosskirche“ einmal mit ganz anderen Augen sehen können:

Vor dem Altar, ohne Bühnenaufbau und Teppiche gut zu sehen, befindet sich der Eingang zur Gruft der Familie des Großherzogtums Luxemburg. Der letzte, der dort bestattet wurde, war Adolph Wilhelm Carl August Friedrich von Nassau-Weilburg, Großherzog von Luxemburg, der 1905 verstarb. Er war der Ururgroßvater des Schirmherrn der Weilburger Schlosskonzerte, dem als Großherzog von Luxemburg amtierende Henri von Nassau.

Wenn Sie aus der Umgebung von Wiesbaden stammen, dann schließt sich hier der Kreis für Sie, wenn Sie an das beliebte Ausflugsziel, die russisch-orthodoxe Grabeskirche auf dem Wiesbadener Neroberg denken. Denn dort ist Herzog Adolphs erste Gemahlin Elisabeth Michailowna Romanowa, ein Mitglied der russischen Zarenfamilie, die 1844 bei der Geburt ihres ersten Kindes starb, bestattet.

Tradition bleibt lebendig, wenn sie gelebt wird. So haben wir heute unsere Mittagspause mit einem denkwürdigen kleinen Ausflug in die Vergangenheit angereichert.

Wenn wir nicht gerade in unserer Mittagspause in der Vergangenheit stöbern, arbeiten wir am großen Programmbuch für unsere Jubiläumssaison 2022, die am 4. Juni im nächsten Sommer beginnen wird, denn: Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, die Weilburger Schlosskonzerte werden 50 Jahre alt! Das muss gefeiert werden und wir planen neben sehr hochkarätigen Konzerten, große und kleine Überraschungen für alle. Diese Arbeit macht ganz besonderen Spaß und vertreibt das November-Grau, weil wir schon jetzt ganz gespannt auf die Vorfreude und Begeisterung unseres Publikums sind. Nein, wir verraten noch nichts, ein bisschen müssen Sie noch warten!

FORUM MUSIK FESTIVALS

Bewältigung der Krise und Zukunftssicherung

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrte Minister*innen des Bundeskabinetts, sehr geehrte Ministerpräsident*innen, sehr geehrte Vorsitzende des Kulturausschusses des Bundestages, sehr geehrte Frau Kulturstaatsministerin!

Die Corona-Pandemie hat die Kulturszene weltweit in eine tiefe Krise gestürzt. Die von Bund und Ländern versprochene schnelle Hilfe kommt nicht immer bei den Adressaten an. Nachdem Künstler*innen in existenzielle Not geraten sind, droht nun auch der Veranstalterbranche ein Kahlschlag. Zusätzlich erschweren unterschiedliche Maßgaben in den einzelnen Bundesländern die Arbeit.

40 Festivals aus ganz Deutschland stellen, stellvertretend für Hunderte weitere, fest:

1. Musikfestivals sind ein unverzichtbarer Teil des menschlichen Zusammen- und Kulturlebens.Gemeinsam und gleichrangig mit Konzert- und Opernhäusern, Orchestern und Chörengestalten sie das weltweit bewunderte „Musikland Deutschland“.


2. Musikfestivals bringen Kultur auch und vor allem in den ländlichen Raum. Sie ermöglichen
damit auch breiteren Publikumskreisen als in den großen Städten die Begegnung mit
hochwertigen musikalischen Live-Erlebnissen. Wer jetzt Festivals und Künstler sterben lässt,
wird morgen mit kulturell verwaisten Landstrichen bestraft.


3. Rund 600 Musikfestivals mit internationaler Ausstrahlung in ganz Deutschland sind ein
bedeutender Wirtschaftsfaktor mit insgesamt etwa 400 Millionen € Gesamtumsatz und einer
vielfachen Wertschöpfung.

Wir fordern konkret:

1. Klare Sprache in den Verfügungen!

In der Krise muss die Politik differenzieren und darf die Vielzahl der Kulturinstitutionen und Veranstalter nicht in einen Topf werfen! Klare und einheitliche Regelungen müssen sein. Was ist „Höhere Gewalt“? Was ist eine „Großveranstaltung“? Wer definiert rechtssicher das Andauern einer Pandemie? Mit frühzeitigen und langfristigen Verfügungen können wir besser arbeiten als mit einer anhaltenden Unsicherheit und nebulösen Allgemeinplätzen. Es kann nicht sein, dass Festivalmacher*innen mit der Entscheidung zur Absage allein gelassen werden und sich in nicht zu beziffernde Haftungsrisiken begeben.

2. Gleichbehandlung von Kultur mit Sport, Religionsgemeinschaften und Wirtschaft!

Strenge Hygiene- und Abstandsregeln können auch bei Kulturveranstaltungen umgesetzt werden. Kultur besteht nicht nur aus Großveranstaltungen. Es gibt ausreichend Repertoire für variable Besetzungen und viel Kreativität für alternative Formate. Kulturinstitutionen und Künstler*innen können auf diese Weise Verluste mindern.

3. Planungssicherheit für die nahe Zukunft!

Festivalmacher*innen mit Veranstaltungen in den kommenden Monaten müssen täglich zwischen professioneller Vorbereitung für eine erfolgreiche Durchführung und den Risiken einer drohenden Absage abwägen. Hier braucht es schnell verlässliche Kriterien und klare Rahmenbedingungen in Bezug auf die zukünftige Zuwendungsfähigkeit der Kosten. Bei vielen Festivals stehen darüber hinaus Verhandlungen über öffentliche Mittel des nächsten Jahres an. Wir fordern eine möglichst pauschale Ansetzung und Bewilligung der durchschnittlichen Zuwendungen der vergangenen drei Festivalausgaben. Die Finanzierung von Festivals darf nicht unter „Freiwillige Leistungen“ subsumiert werden.

4. Faire Behandlung für alle Festivals!

Die Krise trifft die Festivals zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Es darf kein Wettrennen um Rettungsfonds geben. Auch Festivals im weiteren Verlauf des Jahres leiden unter Planungsunsicherheit. Eintrittsgelder, Spenden und Sponsoring gehen massiv zurück. „First come, First served“ darf kein Grundsatz öffentlicher Kulturförderung sein.

5. Hilfe für die Essenz aller Festivals: die Künstler*innen!

Es sind vor allem freiberufliche Künstler*innen und freie Ensembles, die unsere Festivals zum Strahlen bringen. Die Schäden gehen aktuell einseitig zu Lasten dieser Künstler*innen. Wir fordern, dass auf allen Ebenen Ausfallhonorare sowie bereits entstandener Aufwand für Vorbereitung und Reisekosten als zuwendungsfähig anerkannt und damit auch ausgezahlt werden können. Im Idealfall gibt es ein einheitliches Verfahren auf den Ebenen Europa, Bund, Land, Kommunen und Landkreisen. Externe Berater*innen warnen derzeit vor der Gefahr, bei Zahlung ohne vereinbarte Leistung die Gemeinnützigkeit zu verlieren. Dazu darf es nicht kommen.

6. Bewilligungszeiträume bis Ende 2021 verlängern!

Den Umfang der Schäden zu ermitteln ist eine komplexe Rechenaufgabe. Dazu benötigen wir Zeit. Oft arbeiten wir nur in kleinen Teams und sind derzeit ohnehin mit der Bewältigung der Krise (Ticketrückerstattung etc.) stark gefordert. Die Abwägung zwischen Verschiebung und Absage bedarf einer behutsamen und überlegten Planung. Wir fordern die pauschale Verlängerung der Projekt- und Abrechnungszeiträume für alle öffentlichen Mittel bis zum 31.12.2021.

 

Darüber hinaus fordern wir:

Einheitliche Regeln schaffen

Regelungen für einzelne Bundesländer greifen zu kurz und sind nicht vermittelbar. Unsere Künstler*innen kommen aus vielen Ländern und Regionen Europas. Groß denken! Europäisch denken! In jedem Fall muss der Bund mit klaren Aussagen vorangehen. Momentan wartet ein Förderer auf den anderen.

Finanzierung vereinfachen

Musikfestivals sind zu großen Teilen privat und mit viel ehrenamtlichem Engagement organisiert und finanziert. Staatliche und kommunale Stellen beteiligen sich auf Antrag mit Zuwendungen. Die Antragsverfahren müssen vereinfacht und als Festbetragsfinanzierung ausgeführt werden. Spenden und Sponsoring von privater Seite müssen gerade jetzt noch attraktiver gemacht werden, damit unsere Unterstützer für ihr persönliches Engagement in der Krise belohnt werden.

Rücklagen und Zukunftssicherung

Eingenommene Mittel müssen auf das Folgejahr übertragbar sein. Auch gemeinnützige Träger müssen Rücklagen bilden dürfen.

Faire Behandlung unseres Publikums und der Künstler*innen

Künstler*innen sind keine Dienstleister, sondern Partner. Wenn Zuschauer*innen den Gegenwert ihrer Tickets spenden, haben sie dabei nicht die Entlastung öffentlicher Haushalte im Sinn. Wer Spenden von Ticketkunden annimmt, muss das Geld auch den Künstler*innen zukommen lassen dürfen.

Zukünftige Lastenverteilung

Wir müssen uns bereits jetzt auf eine zukünftige, solidarische Lastenverteilung verständigen.

 

Die aktuelle Krise darf die deutsche Kulturlandschaft nicht weiter beschädigen.

Wir sind gerne bereit, gemeinsam mit Ihnen Lösungen für die Zukunft zu finden.

Sprechen Sie uns an!

Erstunterzeichner*innen:

1. Köthener Bachfesttage – Folkert Uhde – Intendant
2. Stiftung Händel-Haus / Händel-Festspiele Halle (Saale) – Clemens Birnbaum – Direktor Stiftung Händel-Haus /Intendant Händel-Festspiele Halle (Saale)
3. Musikfestspiele Potsdam Sanssouci – Dorothee Oberlinger – Intendantin
4. Internationale Händel-Festspiele Göttingen – Tobias Wolff – Geschäftsführender Intendant
5. Musikfest ION – Moritz Puschke – Künstlerischer Leiter
6. Impuls-Festival für Neue Musik Sachsen-Anhalt – Hans Rotman – Intendant
7. Hofmusik Festival – Martin Kallnischkies – Geschäftsführer
8. zamus – Zentrum für Alte Musik / KGAM e.V. – Mélanie Froehly – Geschäftsführung
9. Steinway-Festival Wolfshagen im Harz – Noah Vinzens – Künstlerischer Leiter
10. Heinrich Schütz Musikfest – Dr. Christina Siegfried – Intendantin
11. Kissinger Sommer – Dr. Tilman Schlömp – Intendant
12. Langenberg Festival – Nina Reddig – Gesamtleitung
13. Bachwoche Ansbach – Dr. Andreas Bomba – Geschäftsführer und Intendant
14. Braunlager Maikonzerte – Kaja Engel – Festivalleiterin
15. Schleswig-Holstein Musik Festival – Dr. Christian Kuhnt – Intendant
16. Kammeroper Köln / Musikpicknick – Esther Hilsberg-Schaarmann – Intendantin
17. Festspiele Mecklenburg-Vorpommern – Toni Berndt – Kaufmännischer Direktor
18. Kasseler Musiktage – Olaf A. Schmitt – Künstlerischer Leiter
19. Sommerliche Musiktage Hitzacker – Dr. Christian Strehk – Vorstandsvorsitzender
20. Thüringer Bachwochen – Christoph Drescher – Festivalleitung
21. Köthener Herbst – Dr. Andreas Glöckner – Künstlerischer Leiter
22. Ludwigsburger Schlossfestspiele – Jochen Sandig – Intendant
23. Mozartfest Würzburg – Evelyn Meining – Intendantin
24. Internationales Musikfestival Koblenz – Benedict Klöckner – Künstlerischer Leiter
25. Musikfest Eichstätt. Alte Musik neu entdecken – Heidi Gröger – Künstlerische Leitung.
26. SPAM – Spandau macht Alte Musik – Johannes Weiss – Künstlerischer Leiter
27. Festival Alte Musik Knechtsteden – Michael Rathmann – Festivalmanagement
28. Internationale Musikfestspiele Weilburger Schlosskonzerte – Stephan Schreckenberger -Intendant
29. Tanz-Kultur-Woche Göttingen – Judith Kara – Künstlerische Leitung
30. Bachfest Leipzig – Prof. Dr. Michael Maul – Intendant
31. Klavier-Festival Ruhr – Birgit Glasow-Carl – Künstlerische Direktorin
32. Int. Festival für Vokalmusik „a cappella“ Leipzig / Sommertöne-Festival – Tobias Rosenthal – Organisation
33. Arbeitskreis Kultur im Kreis Göttingen – S. Karnehm-Wolf, G. Jess, H. Stock – Organisationsteam
34. Tobias Scharfenberger – Geschäftsführender Intendant – Mosel Musikfestival gGmbH
35. Luisenburg-Festspiele Wunsiedel – Harald Benz – Kaufmännischer Theaterleiter
36. Magdeburger Telemann-Festtage – Dr. Carsten Lange – Leiter
37. Musikfest Bremen – Thomas Albert – Intendant
38. Opernfestspiele Heidenheim – Marcus Bosch – Künstlerischer Direktor
39. Gandersheimer Domfestspiele – Achim Lenz – Intendant
40. Brandenburger Festspiele – Manuel Dengler – Intendant            

Absender:

FORUM MUSIK FESTIVALS
c/o Int. Händel-Festspiele Göttingen
Tobias Wolff – Geschäftsführender Intendant
Hainholzweg 3
D- 37085 Göttingen
Mail: twolff@haendel-festspiele.de

Ansprechpartner*in für Medienanfragen:
Ophelias Culture PR
Frau Ulrike Wilckens
Johannisplatz 3a
81667 München
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Tel: +49 (0)89 67 97 10 50