Wenn man sich doch teilen könnte

Achtes Konzertwochenende der Weilburger Schlosskonzerte

Weilburg, 17.07.2017

Wenn man sich doch teilen könnte! Die achte Konzertwoche der Weilburger Schlosskonzerte 2017 beginnt am Freitag, 21. Juli, mit zwei Konzerten zur gleichen Zeit - zum einen mit "Weilburger Schlosskonzerte unterwegs - Limburg" und zum anderen mit "BartolomyBittmann" in der Unteren Orangerie. Ebenfalls am achten Konzertwochenende zu hören sind Alina Pogostkina, 4 Times Baroque und Spark

Am Freitag, 21. Juli, sind die Weilburger Schlosskonzerte wieder einmal unterwegs – sie reisen durchs malerische Lahntal ins benachbarte Limburg. Inspiriert durch die Auenlandschaft widmet sich das Konzert auch thematisch der „Flussmusik“ und lässt das Thema „Wasser“ facettenreich durchs Programm glitzern. Die Heidelberger Sinfoniker unter der Leitung von Sebastian Tewinkel musizieren um 20 Uhr vor dem Limburger Dom auf der Domplatte. Sie lassen im hinreißenden Programm in Beethovens „Szene am Bach“ Gewitter aufziehen, „An der schönen blauen Donau“ lässt es sich im Dreivierteltakt schwelgen, Fragmente aus „Schwanensee“ versetzen die Zuhörer gedanklich ins klassische Ballett, die Suite aus Händels „Wassermusik“ macht es sehr festlich und bei Smetanas „Die Moldau“ bleibt viel Raum für große Gefühle. Spätestens nach dem Konzert ist gute Laune garantiert.

Wer sich von der gewohnten Umgebung des Weilburger Schlosses nicht trennen möchte: Zeitgleich zum Konzert auf der Domplatte ist das Ensemble BartolomeyBittmann am Freitag, 21. Juli, in der jungen Konzertreihe „Classical Freestyle“ der Weilburger Schlosskonzerte um 20 Uhr in der Unteren Orangerie anzutreffen. Matthias Bartolomey, Violoncello, und Klemens Bittmann, Violine und Mandola, sind Brückenbauer zwischen den Musikstilen, öffnen die Klassik, kreuzen mit Rock, Jazz, Folk und der Kammermusik. Sie entwerfen einen Klang, der sich auf vielfältigste Weise - von sanft und leise bis rasant und laut - ausdrückt. Sie wecken Emotionen und pflanzen Bilder in die Köpfe, dabei wissen sie zu unterhalten. Es gibt noch Karten.

Für manche Schlosskonzertbesucher muss es Mozart sein. Ganz viel davon gibt es beim Konzert mit Alina Pogostkina, Violine, wenn sie mit dem Württembergischen Kammerorchester am Samstag, 22. Juli, um 20 Uhr im Renaissancehof mit Mozarts Violinkonzerten Nr. 3, 4 und 5 hoch über der Lahn Station macht. Im vergangenen Sommer hat sie in der gleichen Besetzung Mozarts Konzerte 1 und 2 gespielt und Begeisterungsstürme ausgelöst. Dabei schafft es die „Fee mit der Geige“ - wie die Presse sie gern nennt - als Solistin auch das Orchester zu leiten und stellt so eine besondere Nähe zwischen Solo und Orchester her. Es gibt noch Plätze in verschiedenen Kategorien.

Bei 4 Times Baroque haben sich vier junge Virtuosen zusammengefunden, die mit ihrer temperamentvollen Frische und jungen Spielfreude die Barockszene aufmischen, für frischen Wind in der alten Musik sorgen und ein goldenes Zeitalter funkeln lassen, wenn sie am Sonntag, 23. Juli in der Matinee um 11 Uhr in der Oberen Orangerie mit Violine, Blockflöte, Violoncello und Cembalo zu Werke gehen. Ihr Programm heißt „Folia“ und gleicht einer Droge ohne Nebenwirkungen. Die Improvisationen des Quartetts bleiben im Ohr und für lange als gute Laune im Kopf. Es gibt noch Karten.

Tanzen verspricht Lebensfreude. Beim Konzert von „Spark“ bittet das fünfköpfige Ensemble, das neue Wege der Klassik beschreitet und sich ganz schnell in die vorderste Liga gespielt hat, am Sonntag, 23. Juli, um 19 Uhr in der Unteren Orangerie des Weilburger Schlosses sprichwörtlich zum Tanz und agiert in seinem Programm „On the Dancefloor“ mit Flöten und Melodica, Geige, Bratsche, Cello und Klavier. „Spark“ heißt „Funke“. Und der springt sofort über, wenn Elemente aus Pop und Folklore gemischt werden, viel Irisches durchschimmert und bretonischer Folk mitschwingt. Spark spielt zum Tanz mit Bach, Mozart, Beethoven und ABBA auf, zieht einen grandiosen Bogen von Barock, über Rokoko, Klassik und Romantik, über die wilden Zwanziger mit einem Umweg über Evergreens von Cole Porter und einem Abstecher über John Travoltas legendären Hüftschwung in die Disco-Ära der „Dancing Queen“. So bleiben die Übergänge zwischen der Kammermusik des 21. Jahrhunderts und der Begrüßung auf dem Tanzparkett fließend.

Alle Informationen rund um Karten und Konzerte gibt es im Büro der Weilburger Schlosskonzerte Mo. bis Fr. 9 bis 13 Uhr, vor den Konzerten am Abend von 17 Uhr bis zum Konzertbeginn in der Schlossstr. 3 in Weilburg  - telefonisch unter 0 64 71 – 94 42 10 und 11. Samstags ist das Kartenbüro zusätzlich von 10 bis 13 Uhr und vor der Matinee am Sonntag auch von 10 bis 11 Uhr erreichbar. Am Konzerttag Freitag, 21. Juli, können die restlichen Karten für „Flussmusik“ von 9 bis 13 Uhr noch über das Kartenbüro der Weilburger Schlosskonzerte reserviert werden. Ab 19 Uhr gibt es sie nur noch an der mobilen Abendkasse an der Domplatte.